Die gesetzliche Krankenversicherung KV


Die gesetzliche Krankenversicherung ist Bestandteil der fünf Säulen der gesetzlichen Sozialversicherung und dient der Erhaltung bzw. der Wiederherstellung der Gesundheit des Versicherungsnehmers. Hinsichtlich der Mitgiliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung unterscheidet man zwischen Pflichtversicherten und freiwillig Versicherten. Bei den pflichtversicherten Mitgliedern handelt es sich um Erwerbstätige, die den monatlichen Einkommenshöchstbetrag, der als Beitragsbemessungsgrenze gilt, nicht überschreiten. Dies sind z.B. Angestellte und Arbeiter, Auszubildende, Rentner und einige Selbstständige. Zu der Gruppe der freiwillig Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung zählen solche Personen, die auf Grund der Höhe ihres Einkommens nicht als Pflichtversicherte zu betrachten sind und die der Versicherung freiwillig beigetreten sind. Die Leistungen, die die gesetzliche Krankenversicherung umfasst, werden entweder in Form von Sach- oder Geldleistungen erbracht. Zu den Sachleistungen zählen alle ärtzlichen Behandlungen, Früherkennungsuntersuchungen und ähnliches. Dinge wie Kontaktlinsen und Jahreslinsen werden in den seltensten Fällen übernommen. Als Geldleistung gilt z.B. die Lohnfortzahlung ab der 7. Krankheitswoche, wobei hier nur ca. 70% des Bruttoverdienstes zu erwarten ist. Wie bei allen Zweigen der gesetzlichen Sozialversicherung ausser bei der Unfallversicherung üblich, wird der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung durch den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer zu gleichen Teilen geleistet. Im Falle von geringfühgig Beschäftigten, Studenten und Rentnern gelten besondere Regelungen. Den Versicherungsnehmern der gesetzlichen Krankenversicherung steht ein sogenanntes Kassenwahlrecht zu, so dass sie sich für die gewünschte Krankenversicherung entscheiden können. Als Träger der gesetzlichen Krankenversicherung stehen die allgemeinen Ortskrankenkassen, bekannt als AOK, diverse Betriebskrankenkassen oder Ersatzkassen zur Auswahl. Die Krankenkassenkarte gilt als Nachweis über das Versicherungsverhältnis und ist vorzuzeigen, wenn ärztliche Behandlungen in Anspruch genommen werden wollen. Sie speichert u.a. persönliche Daten des Versicherungsnehmers und den Versicherungsstatus.